27 C
Dhaka
Wednesday, November 30, 2022

Putin zielt mit Atomdrohungen auf Deutschland

Kiew an Flüchtlinge: Bleibt über den Winter im Ausland!

15.33 Uhr: Wegen der Kriegsschäden an Strom- und Wärmeversorgung der Ukraine bittet die Regierung geflüchtete Frauen und Männer, erst im kommenden Frühjahr zurückzukehren. “Wenn sich die Möglichkeit bietet, bleiben Sie und verbringen Sie den Winter im Ausland!”, sagte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk am Dienstag in Kiew im landesweiten Fernsehen.

Russland: Sicherheitszone um AKW Saporischschja wäre vernünftig

15.17 Uhr: Russland zeigt sich grundsätzlich offen für eine Sicherheitszone rund um das Atomkraftwerk Saporischschja. Der Vorschlag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sei ziemlich vernünftig, zitiert die Nachrichtenagentur Tass den russischen Botschafter bei den internationalen Behörden in Wien, Michail Uljanow. “Der Teufel steckt – wie immer – im Detail.”

Bundestagspräsidentin Bas: “Die Krim gehört zur Ukraine”

14.38 Uhr: Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) hat die Einverleibung ukrainischer Gebiete durch Russland verurteilt. “Wir werden diese illegalen Annexionen – einschließlich der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim – niemals anerkennen”, erklärte die Politikerin am Dienstag auf einer Konferenz der sogenannten Krim-Plattform in der kroatischen Hauptstadt Zagreb. “Die Krim gehört zur Ukraine”, fügte Bas hinzu.

Russland hatte die Halbinsel Krim bereits 2014 annektiert. Ende September dieses Jahres hatte Moskau die Annexion von weiteren, militärisch besetzten Gebieten in der Süd- und Ost-Ukraine proklamiert. In der 2021 gegründeten Krim-Plattform sind über 40 Staaten sowie mehrere internationale Organisationen vertreten, die die Ukraine unterstützen. In Zagreb trafen sich erstmals die Parlamentspräsidentinnen und -präsidenten der Teilnehmerländer.

Russisches U-Boot vor Sewastopol
Krim: 2014 hat Russland die Schwarzmeer-Halbinsel völkerrechtswidrig annektiert. (Quelle: Ulf Mauder/dpa/Archiv/dpa-bilder)

Litauens Außenminister: “Schmutzige Bombe”-Behauptung ernst nehmen

12.24 Uhr: Litauens Außenminister Gabrielius Landsbergis hat den Westen dazu aufgerufen, die von Russland verbreitete Behauptung einer “schmutzigen Bombe” ernst zu nehmen. Die Vorwürfe Moskaus, dass die Ukraine im Krieg den Einsatz einer atomar verseuchten Bombe auf eigenem Gebiet vorbereite, könnte möglicherweise der Auftakt zu einer militärischen Eskalation sein, sagte der Chefdiplomat des baltischen EU- und Nato-Landes am Dienstag im Radio.

“Es erinnert sehr an Russlands Äußerungen im Vorlauf zum 24. Februar”, sagte Landsbergis. Vor dem Angriff auf die Ukraine seien von Moskau damals auch falsche Informationen über Chemiefabriken verbreitet worden, die angeblich in der Ukraine existierten. “Einige Partner nahmen es ernst, aber nicht unbedingt alle. Wir dachten, es ist nur eine Lügenkampagne Russlands, aber wir sehen, was daraus geworden ist”, sagte er. Nun gebe es die gleichen Widerhalle.

Moskau hatte die Vorwürfe am Sonntag publik gemacht. Die westlichen Atommächte Frankreich, Großbritannien und die USA wiesen die Behauptung aus Moskau ebenso zurück wie die Ukraine.

Ukraine: Sieben Zivilisten bei Angriffen in Bachmut getötet

11.41 Uhr: In der heftig umkämpften Industriestadt Bachmut in der ostukrainischen Region Donezk sind am Montag nach ukrainischen Angaben sieben Zivilisten getötet und drei weitere verletzt worden. Das gab der Gouverneur von Donezk, Pawlo Kyrylenko, am Dienstag im Messengerdienst Telegram bekannt. Zudem seien in zwei Orten der Region drei Leichen von zu einem früheren Zeitpunkt getöteten Zivilisten gefunden worden. Unabhängig prüfen ließen sich die Angaben nicht.

Die ukrainische Armee meldete, dass die russische Armee in Richtung Bachmut sowie der Stadt Awdijiwka auf dem Vormarsch sei. Donezk ist eine der vier ukrainischen Regionen, die Präsident Wladimir Putin für annektiert erklärt hat und in denen er das Kriegsrecht verhängte.

Im September hatte die ukrainische Armee im Zuge ihrer Gegenoffensive tausende von Russland besetzte Quadratkilometer im Nordosten und Süden des Landes zurückerobert. Derzeit konzentrieren sich die Kämpfe vor allem auf den Osten des Landes sowie die Region Cherson im Süden.

Ein ukrainischer Soldat in der Nähe von Bachmut (Archivbild): Sieben Menschen sollen bei Angriffen getötet worden sein.
Ein ukrainischer Soldat in der Nähe von Bachmut (Archivbild): Sieben Menschen sollen bei Angriffen getötet worden sein. (Quelle: Libkos)

Stromabschaltungen in allen ukrainischen Regionen

11.33 Uhr: Wegen der Schäden am Stromnetz durch russischen Beschuss ist in allen ukrainischen Regionen am Dienstag erneut stundenweise der Strom abgeschaltet worden. Der Energieversorger Ukrenerho begründete die zeitlich gestaffelten Beschränkungen damit, dass die Belastung der Netze verringert und die Energiesysteme stabilisiert werden sollten. Verbraucher wurden aufgerufen, besonders während der Spitzenzeiten morgens und abends Strom zu sparen. Waschmaschinen und Heizungen sollten möglichst nur nachts laufen, unnötige Lichtquellen abgeschaltet werden.

Im seit acht Monaten andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wird die lebenswichtige Energie-Infrastruktur immer mehr zum Hauptziel der Attacken. Durch Raketenangriffe sei mehr als ein Drittel der ukrainischen Energie-Infrastruktur zerstört worden, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag bei einer internationalen Wiederaufbaukonferenz in Berlin. Zahlreiche Kraftwerke wurden nach ukrainischen Angaben von russischen Raketen getroffen. Es gibt täglich Stromausfälle.

Bombe verletzt in besetzter Stadt Melitopol fünf Menschen

10.17 Uhr: In der russisch besetzten Stadt Melitopol im Süden der Ukraine ist am Dienstagmorgen eine Bombe explodiert. Das teilte die Stadtverwaltung nach Meldungen russischer Nachrichtenagenturen mit. Der Sprengsatz in einem Auto sei an einem Geschäftszentrum gezündet worden, in dem auch der örtliche Rundfunk sitzt. Fünf Menschen, darunter Mitarbeiter des Rundfunks, seien verletzt worden.

Melitopol dient der Besatzung als Verwaltungssitz für das Gebiet Saporischschja, das Russland für annektiert erklärt hat. Die eigentliche Gebietshauptstadt Saporischschja ist weiter in ukrainischer Hand.

Die Besatzungsverwaltung sprach von einem Terroranschlag. Belegt wurde das nicht. Zugleich ist bekannt, dass ukrainische Kräfte den Kampf in besetzten Gebieten fortsetzen. Schon in der Nacht habe es in Melitopol sieben Explosionen durch ukrainischen Beschuss gegeben, meldeten russische Agenturen.

Bericht: USA erwägen Notfalllieferung von Luftabwehrsystemen

8.40 Uhr: Die USA erwägen Regierungskreisen zufolge die Lieferung älterer Hawk-Luftabwehrsysteme aus Lagerbeständen an die Ukraine wegen der massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffe. Die Regierung von Präsident Joe Biden würde dabei die “Presidential Drawdown Authority” (PDA) nutzen, die es ihr ermöglicht, im Notfall schnell und ohne Zustimmung des Kongresses Verteidigungsgüter und -dienstleistungen aus den eigenen Beständen zu transferieren, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen.

Die Hawk-Abfangraketen würden die Möglichkeiten der ukrainischen Streitkräfte zur Luftabwehr verstärken, die bislang mit den Stinger-Raketen ein kleineres System mit kürzerer Reichweite geliefert bekommen haben. Das Hawk-System basiert auf Technik aus Zeiten des Vietnam-Kriegs, wurde aber mehrfach aufgerüstet. Das US-Präsidialamt lehnte eine Stellungnahme ab.

Raketenabwehr Typ "Hawk MIM-23" (Archiv): Das System hat eine größere Reichweite als zuvor gelieferte Stinger-Raketen.
Raketenabwehr Typ “Hawk MIM-23” (Archiv): Das System hat eine größere Reichweite als zuvor gelieferte Stinger-Raketen. (Quelle: IMAGO/ZUMA Wire/Deanna C. Gonzales)

London: Russland verliert viele Kampfhubschrauber in der Ukraine

8 Uhr: Im Angriffskrieg gegen die Ukraine verliert Russland nach britischer Einschätzung besonders viele Kampfhubschrauber. Seit Beginn der Invasion im Februar gebe es mindestens 23 bestätigte Verluste des russischen Kampfhubschraubers Ka-52 (NATO-Code: Hokum-B), teilte das Verteidigungsministerium in London am Dienstag unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse mit. Das entspreche mehr als einem Viertel der in Betrieb befindlichen Flotte von 90 Ka-52 und fast der Hälfte der gesamten Hubschrauberverluste Russlands in der Ukraine.

Die russischen Kampfhelikopter würden vor allem von Manpads, also tragbaren Flugabwehrsystemen, zerstört, hieß es in London. Zudem hätten sie weniger Schutz durch Kampfjets als eigentlich in der russischen Militärdoktrin vorgesehen sei. Russland sei nach wie vor nicht in der Lage, eine effektive Luftunterstützung zu gewährleisten, urteilte das britische Ministerium.

Zudem gehe die Artilleriemunition zur Neige. “Russische Kommandeure greifen wahrscheinlich zunehmend auf hochriskante Kampfhubschraubermissionen als eine der wenigen verfügbaren Optionen zurück, um eine enge Unterstützung der Truppen im Kampf zu ermöglichen.”

imago images 161694248
Russische Ka-52-Helikopter: Rund ein Viertel der Flotte soll in der Ukraine zerstört worden sein. (Quelle: IMAGO/SNA/Kyrill Norton)

Bundespräsident Steinmeier zu Besuch in der Ukraine eingetroffen

6 Uhr: Bereits drei Mal hatte der Bundespräsident geplant, ins Kriegsland zu reisen. Am Dienstagmorgen traf Steinmeier nun in der Ukraine ein. Lesen Sie hier mehr dazu.

Die Nacht im Überblick

5 Uhr: Russland bringt seine vom Westen als haltlos kritisierten Vorwürfe, die Ukraine plane im Krieg den Einsatz einer “schmutzigen” radioaktiven Bombe, vor den UN-Sicherheitsrat. Eine entsprechende Aussprache des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen hinter verschlossenen Türen soll am Dienstag nach einem Treffen zum Konflikt in Syrien stattfinden. Hier lesen Sie den gesamten Überblick aus der Nacht.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow. (Quelle: Pavel Golovkin/AP/dpa./dpa)

Weltbank zahlt weitere 500 Millionen Dollar an Ukraine aus

2.19 Uhr: Die Weltbank unterstützt die Ukraine mit der zusätzlichen Auszahlung von 500 US-Millionen Dollar. “Die russische Invasion führt weiterhin zu einer massiven Zerstörung der ukrainischen Infrastruktur – einschließlich der Wasser-, Abwasser- und Stromnetze – gerade jetzt, wo der Winter naht, was die ukrainische Bevölkerung weiter gefährdet”, erklärt Weltbank-Chef David Malpass.

“Der heute ausgezahlte neue Teil der Finanzmittel wird für die Aufrechterhaltung wichtiger staatlicher Dienstleistungen verwendet werden. Wir sind fest entschlossen, das ukrainische Volk bei der Bewältigung dieser beispiellosen Krise zu unterstützen.” Die Weltbank hat insgesamt 13 Milliarden Dollar an Soforthilfe für die Ukraine mobilisiert, von denen 11,4 Milliarden Dollar bereits ausgezahlt wurden

Ukraine erwartet von Deutschland 500 Millionen Dollar Finanzhilfen pro Monat

1.28 Uhr: Die Ukraine dringt auf einen bestimmten Beitrag von Deutschland für die Finanzierung des Staates in Kriegszeiten. “Wir brauchen jeden Monat vier bis fünf Milliarden Dollar für unseren Haushalt. Wir glauben, dass Deutschland etwa 500 Millionen Dollar pro Monat übernehmen könnte, vor allem mit Blick auf das Jahr 2023. Von der EU insgesamt erhoffen wir uns rund zwei Milliarden Dollar pro Monat”, sagte der Wirtschaftsberater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Alexander Rodnyansky, den Zeitungen der “Funke Mediengruppe”.

“Der Staat muss funktionieren, die Renten müssen ausgezahlt werden.” “Vor den neuesten Angriffen wurden die Schäden für die Zerstörung der Infrastruktur auf rund 120 Milliarden Dollar geschätzt”, fügte Rodnyansky hinzu. Die Schäden für die Wirtschaft – Unternehmensschließungen, Arbeitslosigkeit – betrügen nach Berechnungen der Weltbank etwa 200 bis 250 Milliarden Dollar. “Das Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr laut Prognosen um rund 35 Prozent einbrechen.”

An Soforthilfe für die Ukraine erhofft sich Rodnyansky vom Westen Dieselgeneratoren, Notstromgeneratoren oder mobile Kraftwerke. Die an diesem Dienstag in Berlin stattfindende internationale Wiederaufbaukonferenz beschäftige sich mit den “mittel- bis langfristigen Herausforderungen” nach dem Krieg.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Archivbild): "Bitte schalten Sie keine unnötigen Elektrogeräte ein."
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Archivbild): Brauchen vom Westen Milliarden pro Monat. (Quelle: Zuma Wire/Imago/imago images)

Russland bringt Vorwurf “schmutziger Bombe” vor UN-Sicherheitsrat

1 Uhr: Russland will das Thema einer angeblichen “schmutzigen Bombe” nach Angaben von Diplomaten am Dienstag vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) bringen. Russland werde dabei den Vorwurf erheben, die Ukraine plane einen Anschlag mit einem mit radioaktivem Material versetzen Sprengsatzes.

“Wir werden den Einsatz einer “schmutzigen Bombe” durch das Kiewer Regime als einen Akt des Nuklearterrorismus betrachten”, schrieb Russlands UN-Botschafter Vassily Nebenzia am Montag in einem Brief an UN-Generalsekretär Antonio Guterres und den Sicherheitsrat, der von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehen wurde. Das Thema werde am Dienstag bei einer Sitzung hinter verschlossenen Türen zur Sprache gebracht, erklärten die Diplomaten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beschuldigt Russland, selbst einen solchen Angriff zu planen und die Ukraine dafür verantwortlich zu machen. Auch westliche Länder wiesen die Anschuldigung Russlands als Vorwand für eine Verschärfung des seit acht Monaten andauernden Krieges zurück.

So können Sie für die Ukraine spenden

Angesichts der Nachrichten aus der Ukraine fühlen sich viele Menschen hierzulande machtlos. Wenigstens mit einer Spende möchten sie helfen. Hier finden Sie eine Auswahl an Hilfsorganisationen.

Ältere Nachrichten lesen Sie im vorherigen Newsblog.

https://nextpress.news

SULTAN MAHMUD
SULTAN MAHMUDhttps://nextpress.news/
Bangladesh Politics, Political Development, Party Politics, International Affiars, Liberation War of Bangladesh, Peace and Conflict & Conflict Resolution, Security Studies.
Latest news
Related news

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here